Störungen

Eine Übersicht gibt es als Präsentation HIER.

Beschreibung von Störungen

Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Auffälligkeiten und Störungen in ihrem Umgangsverhalten zeigen, die auf vielfältige Weise in Erscheinung treten.

Zerstörung von Materialien, sich nicht damit beschäftigen können/wollen.

Aggressive, dominante Verhaltensweisen anderen gegenüber.

Sorgige, gehemmte Verhaltensweisen den Instrumenten, dem Raum oder dem/der Partner/in gegenüber.

Ruhelosigkeit, Musikstücke nicht zu Ende führen können, Sprunghaftigkeit.

Probleme im Umgang mit sich selbst: Entscheidungsunlust, Kompensation vermeintlicher “eigener Mängel“ über Clownerien, Regressionen oder Desinteresse usw.

Musizieren als Austragungsort von Macht- und Größenphantasien.

Verwechslung der Person mit ihrem Verhalten (Dominieren und Untergehen), d. h. die Identifikation mit der Musizierleistung.

Mangelnde Unterscheidung von Wirklichkeit und Phantasie/Vorstellung (siehe Wahrnehmung).

Spiel mit dem Menschen (seinen Gefühlen, Empfindsamkeiten) anstatt Engagement dem Musizieren nach.

Grob fahrlässiges Verhalten, das Gegenüber durch gezielte Aktionen gefährden - Angriff gegen die Gemeinschaft.

Bei der Beschreibung der Auffälligkeiten muss unterschieden werden zwischen situationsbedingten Störungen (Stress, besondere Vorkommnisse im Alltag, Stimmungsschwankungen usw.), kognitiven, motorischen, sprachlichen Beeinträchtigungen (Entwicklungs- und/oder Wahrnehmungsstörungen, geistige, körperliche, seelische Behinderungen) und psychischen/geistigen oder psychiatrisch/klinisch relevanten Störungen des Verhaltens. Dazu bedarf es einer differenzierten Beobachtung, Diagnostik, ausführlichen Anamneseerhebung und einer interdisziplinären (konsiliarischen) Informationsermittlung.

Die wichtigsten Aspekte von beeinträchtigtem Musizierverhalten

    (Um Doppelungen zu vermeiden: Da sehr viele pathologische Phänomene bei Erwachsenen auf Regressionen beruhen, um den Herausforderungen auszuweichen, kann das, was zu Kindern gesagt wird, auch auf solche Erwachsenen übertragen werden)

1. Hemmungen

2. Aggressives Verhalten:

2.1. Allgemein

2.2 als Folge hirnorganischer Beeinträchtigungen

2.3 aggressive Aufmerksamkeitssuche

2.4 autoaggressive Aufmerksamkeitssuche

3. Expansives Verhalten

4. Introvertiertes (autistisches) Verhalten

5. Sprunghaftes Verhalten

Diese Bereiche stammen aus Noosomatik Bd.V, 2.Aufl. 1996, S.196ff: “Aktionsweisen”. In diesem Kapitel werden noch weitere Möglichkeiten für Störungen aufgezeigt. Als PDF LESEN